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Zuchtbezirk Niedersachsen/Hannover
im Trakehner Verband
Beratertag 2004
Meinung |
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Pilotprojekt gestartet: Ich war dabei!
Die in zurückliegenden Jahren vielfach von Züchtern gegenüber dem Trakehner-Verband geäußerte Kritik und die Forderung nach Unterstützung scheint angekommen zu sein. So hat zum Beispiel der Zuchtbezirk Niedersachsen-Hannover reagiert und sich mit seinen Delegierten Gedanken gemacht. Das Ergebnis: Noch im Dezember 2003 überraschte der Landesvorsitzende die Züchterschaft mit einem neuartigen Pilotprojekt. Per Rundschreiben wurde das Angebot eines Beratungstages ausgeschrieben. Ein Gremium, bestehend aus dem Landesvorsitzenden, einem Mitglied der Körkommission und Profireitern/-ausbildern bot uns Züchtern von Trakehner-Pferden jeden Alters an, unsere Pferde aufzuladen und vorzustellen. Damit lag es fortan an jedem Züchter, von diesem Angebot Gebrauch zu machen und sich per Anmeldung aktiv an dem interessanten Vorhaben zu beteiligen. Immerhin zwölf Züchter taten dies dann auch. Und ich war dabei!
Treffpunkt war am 21. Februar die Reitanlage Bescht in Schlieckau, wo neben meinen beiden Pferden noch 14 andere gemeldete, in Alter und Ausbildungsstand recht unterschiedliche Pferde zur Vorstellung kamen. Schon dieses breite Spektrum bot einerseits den (leider viel zu wenigen) Besuchern - und natürlich auch dem Verband - einen guten Überblick über die Qualitäten der verschiedenen Pferdeklassen im Zuchtverband. Eingehend ließen sich Herr Hanke, Frau Gunia und Herr Bescht die Pferde in lockerer Atmosphäre je nach Wunsch von uns Züchtern präsentieren. Wir erhielten daraufhin jeweils eine ausführliche und individuelle Beratung und Besprechung hinsichtlich dem Zuchteinsatz von Stuten, der Vorstellung von Hengsten zur Körung, der Ausbildung von Reitpferden, der Sichtung für einen eventuellen Verkauf, der Aufzucht von Fohlen, der Vorbereitung auf Schauen usw. Ich empfand es als äußerst angenehm und positiv, dass der Verband - wie Herr Hanke anmerkte - zwar durchaus auch kritische Anmerkungen machte, sich aber nicht "auf Fehlersuche" begab. Wir wurden vielmehr animiert, sich nicht von ersten Eindrücken täuschen zu lassen, sondern genauer hinzusehen. Und das galt für beide Seiten.
Die Veranstaltung bot nicht nur uns Züchtern, sondern auch dem versierten Publikum Raum für offene Fragen, die mit kompetenten Ratschlägen, Anregungen und Meinungen durch das Gremium beantwortet wurden. Man kam (auch noch nach der Veranstaltung) schlichtweg ins Gespräch. Für mich war dieser Austausch eine wertvolle Hilfe, oder besser: eine Bestätigung meiner bisherigen züchterischen Arbeit. Sicherlich hat dieser Beratungstag aber auch zu einem verständnisvolleren Miteinander von Verband und Züchtern im Sinne der Trakehnerzucht geführt. Was nun mit bzw. aus den Beratungshinweisen gemacht wird, liegt jedoch bei jedem einzelnen Züchter selbst. Da ich den Beratungstag, der allerdings wie die Vermarktung der Pferde einer viel breiteren Öffentlichkeitsarbeit bedarf, als Erfolg verbuche, wäre es durchaus begrüßenswert, wenn jetzt nach den ersten Erfahrungen mit diesem Pilotprojekt auch für den Süden Niedersachsens ein solcher Beratungstag angeboten würde. Vielleicht folgen ja auch noch andere diesem Beispiel, meint und hofft |
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| Beate Elfeld, Ebstorf |
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