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Drei Tage Jugendcamp auf dem Trakehner Bundesturnier 2011
Auch auf dem diesjährigen Bundesturnier in Hannover fand wieder ein Jugendcamp statt. Alle Trakehner-Interessierten bis 25 Jahre konnten daran teilnehmen. Es wurde über das komplette Wochenende viel geboten. Nachdem am Freitag alle Teilnehmer angereist waren, durfte jeder sein T-Shirt individuell beschriften.
Danach ging es mit der kompletten Gruppe zur Fohlenschau. Hier wurden die Fohlen, die am nächsten Tag bei der Auktion versteigert werden sollten, von uns in Augenschein genommen.
Höhepunkt des Freitages war die Besichtigung und das Abgehen der Geländetrecke mit Herrn Bunte und einem Hindernissrichter. Nachdem die Strecke abgegangen wurde, musste sich die Gruppe aufteilen, um beim anschließenden Geländespringen als Streckenposten zu helfen. Als alle Teilnehmer des Geländerittes sicher wieder im Ziel angekommen waren, durften die Streckenposten ihr wohlverdientes Abendessen einnehmen und den Abend ruhig ausklingen lassen. Danach verschwanden alle nach und nach in den Zelten, um noch ein bisschen Schlaf zu finden. Denn am nächsten Morgen sollte es schon um 8 Uhr weitergehen.
Der Samstag schien Gutes zu verheißen. Nachdem der Vortag ja sehr kalt und ein wenig regnerisch war, begrüßte der Samstag alle Teilnehmer des Turniers mit ein paar Sonnenstrahlen, die aber die einzigen an diesem Tag bleiben sollten. Danach zeichnete sich der komplette Samstag dadurch aus, dass der erwartete Sommertag bitter kalt wurde, nachmittags ein heftiger Schauer eine Siegerehrung vermasselte und die Temperaturen mit viel Glück im zweistelligen Bereich landeten, dicke Jacken waren angesagt.
Auf dem Plan der Campteilnehmer stand am Samstagvormittag ein Treffen mit Herrn von Senden, der die Besonderheiten des Fahrens eines Gespanns erklärte. Er schilderte den Jugendlichen die Unterschiede in der Dressur zwischen Kutsche und Reiten und brachte ihnen auch die Regeln des Kegelfahrens näher. Zum Abschluss erklärte er den Jugendlichen die Unterschiede zwischen den Gespannen und ihre besonderen Eigenschaften. Hierfür rief er vorbeifahrende Kutschen zu sich, ließ sie anhalten und wies dann in aller Ruhe auf die verschiedenen Anspannmöglichkeiten und Kutschtypen hin. Herr von Senden lud die Jugendlichen ein, ihn auf seinem Hof bei Nienburg zu besuchen. Nachdem man sich von Herrn von Senden verabschiedet hatte, konnte jeder seine Freizeit individuell gestalten.
Der nächste Programmpunkt, der auf der Liste der Jungzüchter stand, war ein Vortrag von Herrn Lyke von der Firma Derby zum Thema Fütterung von Zucht- und Sportpferden. Er zeigte auf, was eine richtige und ausgewogene Fütterung bei einem Pferd ausmachen kann und was man damit alles erreichen kann. Da Herr Lyke sein Thema so gut erklären konnte und es zu keinen Fragen kam, konnte zügig zur Besichtigung des Springparcours mit Marcus Visser übergegangen werden. Herr Visser zeigte den Jugendlichen auf, an was alles gedacht werden muss, wenn man einen Springparcours aufbaut, bzw. plant.
Am Abend des Samstags fand dann der Höhepunkt des Wochenendes statt: die Fohlenauktion. Auch sie wurde von den Jungzüchtern begleitet, welche wieder einmal die unterschiedlichsten Aufgaben hatten, wie zum Beispiel, die Fohlen vorstellen oder als Läufer die abgegebenen Gebote zum Abrechnungsbüro bringen. Direkt im Anschluss ging es dann ans Abbauen des Parcours, durch den die Fohlen während der Auktion laufen mussten. Anschließend war es den Campteilnehmern wieder freigestellt, etwas auf eigene Faust zu unternehmen. Bei den meisten war dies ein Besuch des Festzeltes, wo noch ein Gläschen getrunken wurde und es dann auch schon wieder Richtung Zelt und Schlafsack ging.
Am Sonntag stand für die Campteilnehmer nur noch ein Programmpunkt auf dem Plan: Das Abgehen der Hindernissstrecke für Einspänner. Das Abgehen und Erklären des Parcours wurde an diesem Morgen von Rolf Schulz übernommen. Nachdem dann noch die einzelnen Kutschdurchfahrten angeschaut wurden, ging es für die Teilnehmer ans Packen und Zeltabbauen. Nachdem das geschafft war, stand nur noch ein gemeinsames Mittagessen und die Auswertung der Rally auf dem Plan, danach konnte die individuelle Abreise der Teilnehmer erfolgen.
Alles in allem war es ein sehr gelungenes Wochenende, trotz des schlechten Wetters, welches eher den Eindruck vermittelte, man befinde sich im Herbst anstatt im Hochsommer.
Jörn Bail
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