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Heinz-Herrmann Rohrmoser zum Gedenken !
Am 14. Dezember 2007 schloss Heinz-Herrmann Rohrmoser seine Augen für immer. "Er hat seine Heimat nie vergessen!", war in der Anzeige zu lesen, die sein Ableben bekannt gab. Und so war es auch sein unverwechselbarer ostpreußischer Habitus, der ihn charakterisierte und in der Öffentlichkeit so beliebt machte. Viele Jahre traf man ihn auf den zentralen Veranstaltungen des Trakehner Verbandes, in Neumünster stets in der ersten Sitzreihe der Ehrentribüne, immer denselben Platz beanspruchend, bei organisatorischen Problemen der Veranstaltung stets hilfsbereit und häufig Unterstützung in letzter Minute und in jeder Situation anbietend.
Heinz-Herrmann Rohrmoser wurde am 7. Mai 1930 in Fünflinden im Kreis Königsberg, der später mit Fischhausen den Kreis Samland bildete, geboren. Auf dem elterlichen Hof zählte die Zucht edler Warmblüter Trakehner Abstammung zu den tragenden Betriebszweigen: "Viel Interesse und Verständnis für edle Pferde hatte Rohrmoser-Fünflinden. Gelegentlich der land- und forstwirtschaftlichen Messe in Königsberg 1924 brachte Rohrmoser einen Viererzug aus Schimmelstuten der eigenen Zucht, der viel Anklang und Beachtung fand." notierte auch Dr. Fritz Schilke.
Im Jahre 1965 erfüllte sich Heinz-Herrmann Rohrmoser seinen Lebenstraum: Anlässlich einer Hofauktion im holsteinischen Rothensande erwarb er Kyra v. Komet - Tartar - Häscher aus der Familie der Pusperner Karin. "Ein Glückskauf, den ich nie bereut habe, ich ersteigerte sie nämlich in einem Moment der Unaufmerksamkeit von Dr. Schilke, der mir von der Stute abgeraten hatte." bemerkte er später schmunzelnd. Sein ganz besonderer Stolz wurde später Kyras Tochter KARY v. Marquis, die in seiner Zucht 24 Fohlen brachte und ein biblisches Alter erreichte - ein nie wieder erreichter Rekord im Trakehner Verband. Unübersehbar die Schar ihrer in der Zucht im In- und Ausland tätigen Töchter und in allen Disziplinen erfolgreicher Sportpferde. Karys Vater MARQUIS war sein Liebling, der freundliche und wesensfeste Carajan-Sohn bildete den Grundstein der kleinen, traditionsreichen Hengststation. Nachfolger wurden ERGO v. Magnet, der sich hier den Ruf eines ausgezeichneten Leistungsvererbers erwarb, und der Hortus-Sohn CATARAKT.
Den wirtschaftlichen Hintergrund der kleinen, erfolgreichen Zucht bildete die Apotheke in Neustadt am Rübenberge, die er gemeinsam mit seiner Frau Gisela betrieb. Nach dem Tode seiner Frau zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück, auch die Pferdezucht wurde deutlich reduziert.
So haben wir Heinz-Herrmann Rohrmoser in den vergangenen Jahren bei den Verbandsveranstaltungen nicht mehr antreffen dürfen. Wir werden ihn vermissen, umwoben von den Rauchschwaden seiner unvermeidlichen Zigarre und in fröhlichen, von Anekdoten angereicherten Gesprächen, die vom unverwechselbaren und nie verstummenden Dialekt seiner Heimat geprägt waren - ein echtes ostpreußisches Original war Heinz-Herrmann Rohrmoser, so werden wir ihn in Erinnerung behalten.
Erhard Schulte |
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